Die Geschichte der Technikschule Lübbenau
- Die Geschichte der Technikschule begann mit der Technikausbildung an der „Station“ Lübbenau.
- 1959: Gründung der Station der Jungen Naturforscher und Techniker auf dem Gelände eines
Mitte der 30er Jahre angelegten RAD- Objektes. Arbeitsgemeinschaften waren damals u.a.:
Holzbearbeitung, Flug-, Auto- und Schiffsmodellbau, Foto, Modelleisenbahn, Imker, Aquaristik, Ornithologie,
Höhlenforscher und KFZ-Technik.
Kurt Vorwachs und Arndt Oehmichen waren damals für Holzbearbeitung und Modellbau bzw. Metallbearbeitung,
KFZ-Technik und Fototechnik verantwortlich. Später kam Herbert Pautz für den naturwissenschaftlichen Bereich hinzu.
Arndt Oehmichen als verantwortlicher Mitarbeiter entwickelte Anfang der 80er Jahre den Mikroelektronikbereich,
H.-J. Wanke begann 1986 mit dem Aufbau von Computer-AGs in Lübbenau.
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Computerkabinett an der POS VII Lübbenau von 1986-1990
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Seit Mitte der 80er Jahre habe ich die außerschulische Computerausbildung in Lübbenau vorangetrieben.
Da zu DDR- Zeiten Computertechnik horrende Summen verschlang, klinkte sich die „Station“ Lübbenau in das
an der POS VII entstehende Computerkabinett ein. So konnte ein mit 12 DDR-Computern KC 85/1, KC 87,
KC 85/3 und KC 85/4 und der entsprechenden Anzahl von TV-Geräten ausgerüstetes Kabinett entstehen.
Ich führte 6 Arbeitsgemeinschaften durch. Dabei wurde BASIC gelehrt und an Software- Projekten
gearbeitet. Außerdem öffnete ich das Kabinett noch für dir Durchführung von Wandertagen,
Spezialistentagen usw. Der Andrang war riesig, so dass ich Wartelisten einführen musste.
Höhepunkt dieser Jahre war der Programmier- und Ideenwettbewerb der „Station“.
Mit der Wende gehörte die „Station“ nicht mehr zur Volksbildung, sondern wurde dem Jugendamt der Kreisverwaltung
angegliedert.
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Computerkabinett an der „Station“ von 1990-1997
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Mit der Wende mussten wir mit unserem Teil der Technik den Standort Humboldtstraße verlassen.
Ich rüstete einen Raum an der „Station“ mit der vorhandenen Technik aus und begann neue PC- Technik
anzuschaffen, so dass wir nach und nach 10 PCs bei 14 Arbeitsplätzen besaßen. Der Andrang wurde immer
größer, nicht nur weil wir als erste Jugendeinrichtung in Lübbenau PCs besaßen, sondern auch,
weil das Angebotsspektrum immer breiter gefächert wurde. Ich ließ mir immer wieder neue Projekte einfallen.
Höhepunkt der Ausbildung im Jahr wurde das Sommerlager Natur und Technik, das als Weiterführung der DDR-
Spezialistenlager entstand, das aber durch die neuen Möglichkeiten wesentlich erweitert werden konnte.
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Technikschule „Bitte ein Bit“ 1997-2001
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Der Platz im Computerkabinett wurde durch neue Technik immer enger. Außerdem wurden in den „Stations- Baracken“
Räume frei, weil Mitarbeiter in den Vorruhestand bzw. in Rente gingen. Der Zustand dieser Räume war allerdings
nicht gut, denn die Gebäude stammten ja aus dem Jahr 1937. Deshalb keimte in mir ein Projekt, mit dem ich die
Bedingungen für die Computer- und Elektronikausbildung an der „Station“ gewaltig verbessern wollte. Über ein
Jahr lief dann das Projekt Technikschule „Bitte ein Bit“, mit dem etwa 50 Jugendliche und weitere erwachsene
Helfer aus drei Räumen ein Schmuckstück eines Computerkabinett machten. Das Projekt lief unter Regie des Jugendfördervereins Lübbenau
e.V., den ich bereit 1994 initiiert hatte. Das Konzept für die Technikschule wurde immer weiter ergänzt und
verfeinert. Die Erfolge blieben nicht aus. Wir erzielten immer wieder vordere Plätze bei landes- und
bundesweiten Wettbewerben und machten so die Einrichtung in der Öffentlichkeit des Landes bekannt.
- 1998: Einweihung der neuen Technikschule "Bitte ein Bit"
, die durch die unentgeltliche Arbeit von über 50 Jugendlichen unter Regie des Jugendfördervereins
aus einer alten Baracke in 1300 Arbeitsstunden entstand. Bis heute ist mir keine höher einzustufende freiwillige
Arbeitsleistung von Jugendlichen im Stadtgebiet von Lübbenau bekannt.
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Leider begann bald darauf (Herbst 1998) die Diskussion um die Übernahme der Einrichtung durch einen freien
Träger, die sich über mehr als 2 Jahre hinzog. Ich blieb Mitarbeiter der Kreisverwaltung und war so nicht mehr
an der Einrichtung beschäftigt. Es tat mir aber leid, dass unser Werk einfach so aufgelöst werden sollte.
Deshalb machten wir der AWO das Angebot, das unser Verein die Technikschule in den vorhandenen Räumen weiter
betreiben wollte. Es tat sich zunächst gar nichts, und ich führte damals schon Verhandlungen mit einem anderen
Jugendverein des Kreises, damit dieser die Einrichtungsgegenstände übernehmen sollte. Im September/ Oktober
2001 wurde aber doch eine Vereinbarung zwischen der AWO und dem Jugendförderverein Lübbenau e.V. getroffen.
Da mein Freizeitvolumen durch den Wechsel des Arbeitsortes gewaltig abnahm, konnte ich die Computer-
Ausbildung zunächst nicht weiterführen, und ich übergab die Regie an jugendlichen Nachwuchs.
Nachdem ich wieder mehr Luft hatte, wollte ich eigentlich mit neuen Ideen an alter Stelle ehrenamtlich
weiterarbeiten, nur hatte ich nicht damit gerechnet, dass sich der jugendliche Vereinsvorsitzende in das
gemachte Nest setzen wollte. Deshalb verließ ich den Verein, initiierte die Gründung eines Neuen und nahm
2005 die Ausbildung in der Lübbenauer Bahnhofstraße wieder auf .
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Technikschule Lübbenau ab 2005
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Mit der Gründung des Jugendbildungsvereins OSL im August 2005 erweiterte ich erneut das Konzept. Für mich war
wichtig, dass die guten Erfahrungen, die an verschiedenen Standorten im Landkreis OSL gemacht wurden,
verbreitet werden konnten. Deshalb nahm ich Kontakt zu engagierten Leuten im Kreis auf, um so die
Gründung eines gemeinsamen Vereins voranzutreiben. Heute gehört neben der Technikschule Lübbenau
(H.-J. Wanke) der INSTI- Erfinderclub in Lauchhammer (Fred Hocker) und die PC- Benutzerschule Senftenberg
(Solveig Bala) zu unserem Verein. Die Technikschule Lübbenau stellt konzeptionell die direkte Weiterentwicklung
der Technikschule „Bitte ein Bit“ dar. Der Vereinssitz ist in der Bahnhofstraße 19a in Lübbenau.
Langfristig ist eine Erweiterung der Einrichtungen an anderen Orten im Landkreis geplant. Je nach den
Vorstellungen und Interessen der Leiter der Standorte unterscheiden sich die Bildungsinhalte etwas.
Auf jeden Fall ist wieder die Durchführung eines Sommerlagers Natur und Technik geplant, diesmal allerdings
an wechselnden Standorten.