Pädagogische Grundsätze der Arbeit in der Technikschule (1997)
- Bitte ein Bit soll keine Werbung für eine Biersorte sein, sondern soll andeuten, dass alle
Kinder und Jugendlichen, die die Technikschulime besuchen, dort erscheinen, um sich Informationen
zur Elektronik und zur Computertechnik anzueignen. Gemeinsam und kameradschaftlich lernen dort
Jungen und Mädchen in kleinen Gruppen bis zu 8 Kindern die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten des
Computers und dessen Grundlagen kennen. Sobald sich die Kinder das Grundwissen angeeignet haben,
können sie ihre Fähigkeiten bei vielfältigen Projekten anwenden. Unsere AG- Leiter sind erfahrene,
teilweise mehr als 25 Jahre in der Jugendarbeit tätige, ehrenamtliche Fachleute, die die Kinder
einfühlsam betreuen. Angestrebt wird eine Gruppenarbeit mit gegenseitiger Hilfe und rücksichtsvollem
Verhalten. Kreatives Denken und Arbeiten in offener und freier, ungezwungener Atmosphäre wird durch
die AG- Leiter gefördert. Sie helfen und fördern die Kinder, motivieren sie und sichern die soziale
Integration aller Kinder.
Die Technikschule "Bitte ein Bit" ist eine spezielle Bildungseinrichtung für Kinder. Sie soll die
Schule nicht ersetzen oder simulieren, sondern sinnvoll ergänzen. Die Technikschule mit ihren
Arbeitsgemeinschaften und ihren vielfältigen weiteren Angeboten will auch in Zukunft zur technischen
Bildung und Erziehung der Kinder und Jugendlichen der Stadt Lübbenau und darüber hinaus beitragen.
Dabei ist das Ziel dieser Ausbildung, dass Jugendliche sich zusätzlich zu dem was in der Schule
geleistet wird, weitere Kenntnisse aneignen, die zT. weit über das Schulwissen hinausgehen.
Sie sollen ihre erworbenen Kenntnisse durch die Teilnahme an Wettbewerben und bei anderen Gelegenheiten
unter Beweis stellen. Mit dem Besuch der Technikschule erfolgt bei den Teilnehmern eine
Interessenentwicklung zu technischen Berufen hin, womit diese Jugendlichen Vorteile für ihre berufliche
Ausbildung erlangen.
Wer in frühester Jugend mit moderner Technologie vertraut gemacht wird, hat später keine Hemmungen oder
Berührungsängste zu überwinden und weiss, dass er die moderne Technik beherrschen kann.
Ergebnisse der Arbeit der Technikschule (2000)
- Seit Mitte der 80er Jahre kann die Technikschule auf ein erfolgreiches Wirken in der Stadt Lübbenau und darüber
hinaus zurückblicken. Seitdem haben schätzungsweise etwa 800 Kinder und Jugendliche allein in den
Arbeitsgemeinschaften der Technikschule ihr Computer- 1x1 erlernt. Manche blieben nur Wochen oder
Monate, andere 6 oder 8 Jahre. Nicht wenige haben sich ihr Spezialwissen auf dem Computer- und
Elektronikgebiet hier geholt, um dann in eine Ausbildung zu einem entsprechenden Beruf einzusteigen
oder ein Studium aufzunehmen.
Neben der Nutzung für die AGs wurde das Kabinett auch für Lehrgänge an Wandertagen, für die Ausbildung
von Förderschülern oder für die Durchführung von Projekttagen von Schulen genutzt. Außerhalb der
normalen Arbeit an der „Station“ nutzte auch die Volkshochschule den Raum.
Zeugnis von der erfolgreichen Tätigkeit an der Technikschule geben nicht nur die Entwicklung der
Jugendlichen sondern auch die vielen Urkunden aus Wettbewerben und Beiträge in Presse, Funk und Fernsehen.
Große Achtung hat sich die Technikschule im Land Brandenburg erworben, weil das Aktivitätsspektrum im
Land fast einmalig war.
Ein Hauptziel der Ausbildung in der Technikschule waren aktive Jugendliche. Viele Veranstaltungen der
Technikschule hätten ohne die uneigennützige Hilfe und Einsatzbereitschaft der Jugendlichen nicht
durchgeführt werden können. Diese waren immer zur Stelle, wenn es darum ging, Bastelstraßen,
Versorgungs- und Sportstände bei Stadtfesten zu betreuen oder bei Werterhaltungsmaßnahmen an der
Einrichtung zu helfen. In dieser Form gaben sie etwas von dem zurück, was sie in der Technikschule
erhalten hatten. Hauptinhalt der Arbeit in den AGs war nach dem Grundkurs die Bearbeitung von Projekten
nach eigener Wahl. Das Werbeblatt unseres Vereins zeigt eine Auswahl der behandelten Projekte der
letzten Jahre. Diese reichen von Multimedia-, Grafik- und Videoprojekten über die reine Softwareerarbeitung
(dazu zählen auch Firmenaufträge) und die Bearbeitung von naturwissenschaftlich- technischen Sachverhalten
bis zu selbstentwickelten Sportgeräten, bei denen der PC die Steuerung und Auswertung übernimmt.